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(Foto: Museum Burg Linn)

Mathe außerhalb des Klassenzimmers erleben – Teil 1

Wie funktioniert denn... außerschulisch Mathe lernen?

Mathematikunterricht muss nicht nur innerhalb des Klassenzimmers stattfinden. Eine Vielzahl außerschulischer Lernorte in ganz NRW zeigt Ihnen, wie Sie als Mathelehrer*in umgeben von Schlossmauern, mittelalterlichem Handwerkszeug oder Kunstobjekten an curriculare Inhalte Ihres Schulfaches anknüpfen können – mit lebensnahen und praktischen Lernangeboten, die Spaß machen.

Warum Schlossarchitekten auch clevere Mathematiker sein mussten ...

Besonders auf alten Burgen und Schlössern lässt sich Mathematik hautnah erleben. So nehmen die Schüler*innen der 3. bis zur 5. Klassenstufe auf dem Schloss Benrath in Düsseldorf die Schlossarchitektur mithilfe des "Schlosskoffers" genauer unter die Lupe und entdecken hierbei verschiedenste geometrische Elemente und Symmetrien. Über den Grundriss des Schlosses und viele weitere knifflige Aufgaben in ihrem Forscherheft erfahren sie, warum ein Schlossarchitekt im 18. Jahrhundert auch ein cleverer Mathematiker sein musste.

        Die Angebote der "Stiftung Schloss und Park Benrath" für Schülergruppen.                                     (Foto: Stiftung Schloss und Park Benrath)

Burgbaumeister*innen-Ausbildung: am eigenen Leibe er..rechnen?!

Auch für die etwas älteren Schüler*innen gibt es "Mathe zum Anfassen" in historischer Kulisse: Im Museum Burg Linn in Krefeld erleben Schüler*innen von der 5. bis zur 7. Klassenstufe über das Lernangebot Mathe in Aktion: Wir vermessen eine Burg den von vielen kniffligen Mathe-Aufgaben gespickten Alltag eines*r Burgbaumeisters*in. Hierzu gehören das Herstellen eines eigenen Holzmaßstabes, das Messen mit Körpermaßen, das Abstecken eines Burggrundrisses und der Umgang mit Lot und Setzwaagen. Die Schüler*innen setzen sich hierbei nicht nur intensiv mit geometrischen Formen auseinander, sondern erlernen auch das Vermessen eines rechten Winkels ohne ihr Geodreieck aus dem Federmäppchen.

  •         Die Schüler stellen ihren ganz persönlichen Maßstab aus Holz her. (Foto: Museum Burg Linn)

  •         Wo verstecken sich Rechtecke, Kreise und Dreiecke im Bauwerk? (Foto: Museum Burg Linn)

  •         In Kleingruppen stecken die Schüler*innen Grundrisse auf dem Burggelände ab.                                 (Foto: Museum Burg Linn)

Formen, Farben, Flächen: eine geometrische Spurensuche in der Kunst

Das Kulturzentrum Sinsteden in Rommerskirchen verbindet die beiden Unterrichtsfächer Mathematik und Kunst auf originelle Weise miteinander: Kinder von der Kita bis zur 6. Klasse begeben sich auf eine Suche nach Geometrie in der Kunst. Das Lernangebot Mathematik trifft Kunst schafft über die Skulpturen des Künstlers Ulrich Rückriem, der sich bei seinen Kunstwerken geometrischer Formen bedient, eine Auseinandersetzung mit beiden Themenfeldern. Mit ihren eigenen Händen erleben und kreieren die Kinder diese Verschmelzung von Kunst und Mathematik: Mithilfe geometrischer Grundstrukturen entstehen eigene Kunstwerke aus Ton, Pappe oder Papier. Mathematik und Kunst? Im Kulturzentrum Sinsteden kein "Entweder ... oder", sondern ein "Sowohl ... als auch".

  •         Die Kinder gehen in den Hallen des Kulturzentrums Sinsteden auf Spurensuche nach                         geometrischen Formen. (Foto: Lernwelt Sinsteden)

  •         Die Kinder gehen in den Hallen des Kulturzentrums Sinsteden auf Spurensuche nach                         geometrischen Formen. (Foto: Lernwelt Sinsteden)

Lust bekommen, auf eine Entdeckungsreise durch die Schlossarchitektur, eine Burgbaumeister*innen-Ausbildung oder die spannende Verbindung von Mathe und Kunst?

Informieren Sie sich genauer über die Lernangebote auf der Pädagogischen Landkarte NRW!

Kennen Sie weitere außerschulische Lernorte, die Inhalte im Bereich der Mathematik vermitteln? Schlagen Sie uns diese gerne hier vor!

Publikationsdatum: 02.05.2019

Themen: Lernort-Portraits, außerschulisch Lernen