Start

(Foto: Gartenschaupark Rietberg GmbH)

Nachhaltig(keit) lernen!

Von Max der Mülltonne, dem Grünen Klassenzimmer und Eisbären in Not

„Nachhaltig lernen“ ist in den hier vorgestellten Lernorten gleich in doppelter Weise Programm. Zum einen greift die Überschrift das grundlegende Konzept außerschulischen Unterrichts auf, nämlich die praktische, lebensnahe Wissensvermittlung, durch die sich Gelerntes langfristig, also nachhaltig, im Erfahrungsschatz von Schüler*innen verankert. Zum anderen können Schüler*innen im Rahmen von Projekttagen oder des "normalen" Schulunterrichts an ausgewählten Lernorten mit konkretem inhaltlichen Bezug etwas über die verschiedenen Facetten von Nachhaltigkeit lernen...

Die Natur als Vorbild in Sachen Stoffkreislauf - eine Gespensterschrecke. (Foto: Stadt Münster/AWM.)

Die Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Münster

...so zum Beispiel bei den Abfallwirtschaftsbetrieben der Stadt Münster (AWM). Mit ihren Angeboten möchten die AWM sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen ein Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln fördern. Lernende können unter anderem erfahren, wie eine Abfallverwertungsanlage funktioniert, in welcher Beziehung Abfall, Energie und Klima zueinander stehen und auch, wie sie selber ressourcenschonend leben können.

Lernstation "Müll im Wandel der Zeit". (Foto: Stadt Münster/AWM.)

Einmal sehen, wo der ganze Abfall bleibt? Das werden Sie hier ganz sicher, denn die handlungs- und erlebnisorientierten Lernstationen der AWM liegen direkt auf dem Berg der Zentraldeponie. Mit Ausblick über die Anlagen des Entsorgungszentrums erkunden die Lernenden auf dem „Deponie-Erlebnispfad“ in praktischen Versuchen und durch knifflige Aufgaben den Leitgedanken einer modernen und ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Und bei der Führung über den Recyclinghof mit „Max, die Mülltonne“ werden auch schon den kleinsten Besucher*innen Themen wie Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Abfallverwertung spielerisch nähergebracht. Max hat Bauchschmerzen, und ein Blick in seinen Bauch verrät den Grund: Er ist eine Restmülltonne, aber in seinem Inneren stecken Wertstoffe, die dort nicht hingehören. Für ausgewählte Termine steht Münsteraner Schulklassen übrigens ein kostenfreier Bustransfer zum Deponie-Erlebnispfad der AWM zur Verfügung.

Der Klimapark Rietberg

Ein Haus, das sich mit der Sonne dreht? Genau! Diese und viele weitere Besonderheiten kann man im Klimapark Rietberg betrachten. Hier erhalten nicht nur Schülergruppen, sondern auch Erwachsene Informationen zum Klimawandel und zu erneuerbaren Energien. Es werden zudem Projektbeispiele und Musteranlagen ausgestellt, die zeigen, wie Energieressourcen besser und nachhaltiger genutzt werden können. Diese umfassen Themen wie Geothermie, Biogas, Sonnenenergie, Elektromobilität oder auch Recycling. „Das Grüne Klassenzimmer“ des Klimaparks bietet speziell auf Kinder ausgerichtete Angebote, wie beispielsweise „Eisbären in Not“ oder eine "Klimaparkrallye". So bekommen Schüler*innen schon früh ein Bewusstsein für das Klima, dessen Wandel und unseren Einfluss darauf.

  • Die Kinder keschern in den Flüssen und entdecken dabei, was sich alles in unseren heimischen Gewässern verbirgt. (Foto: Gartenschaupark Rietberg GmbH)

  • Auf experimentelle Weise untersuchen sie im Anschluss die Wasserproben. (Foto: Gartenschaupark Rietberg GmbH)

  • Diese Schüler*innen nehmen wie echte Archäologen Ausgrabungen vor. (Foto: Gartenschaupark Rietberg GmbH)

  • Mit allen Sinnen die Natur erforschen. (Foto: Gartenschaupark Rietberg GmbH)

Auch Sie wollen Ihren Schüler*innen das Thema Nachhaltigkeit näherbringen? Finden Sie über die Pädagogische Landkarte NRW ähnliche Lernorte ganz in Ihrer Nähe!


Kennen Sie weitere Lernorte, die Inhalte im Bereich der Nachhaltigkeit vermitteln? Schlagen Sie uns diese gerne hier vor!

Publikationsdatum: 03.04.2019

Themen: Lernort-Portraits, außerschulisch Lernen